Was llms.txt ist
Die Datei ersetzt weder Website noch Sitemap, strukturierte Daten oder robots.txt. Sie ist eine lesbare Übergabeschicht: kurze Zusammenfassung, wichtige URLs und Hinweise, die öffentlichen Inhalt schneller verständlich machen.
KI-Übergabedatei
llms.txt ist eine kleine Markdown-Datei im Stammverzeichnis Ihrer Website. Sie gibt KI-Systemen eine knappe Karte: was wichtig ist, wo aktuelle Informationen stehen und welche Seiten als Quelle gelten sollen.
Die Datei ersetzt weder Website noch Sitemap, strukturierte Daten oder robots.txt. Sie ist eine lesbare Übergabeschicht: kurze Zusammenfassung, wichtige URLs und Hinweise, die öffentlichen Inhalt schneller verständlich machen.
KI-Systeme arbeiten besser, wenn wichtige Seiten leicht auffindbar und interpretierbar sind. Eine klare llms.txt reduziert Unschärfe, besonders bei vielen Leistungsseiten, Rechtstexten, Standorten, Dokumentationen oder Produkten.
Eine llms.txt zwingt kein KI-System, Sie zu crawlen, zu ranken, zu zitieren oder zu empfehlen. Sie ist ein technisches Klarheitssignal, kein magischer Sichtbarkeitsschalter.
Die Datei ist reines Markdown und folgt einem einfachen Muster: Eine Überschrift der ersten Ebene nennt den Namen der Website. Darunter steht ein kurzer Absatz als Zitatblock, der in ein bis zwei Sätzen sagt, worum es geht. Danach folgen Abschnitte mit einer Überschrift der zweiten Ebene und darunter jeweils eine Liste von Links in der Form: eckige Klammern für den Titel, runde für die Adresse, danach ein Doppelpunkt und eine kurze Erklärung. Ein Abschnitt namens «Optional» am Ende sammelt, was nachrangig ist – manche Systeme lassen ihn bei knappem Platz weg.
Hinein gehören die Seiten, die eine Frage über Ihr Angebot beantworten: Leistungen, Preise, Kontakt, Standorte, Dokumentation, Rechtstexte. Also das, was Sie einem neuen Mitarbeitenden am ersten Tag zeigen würden. Draussen bleiben Anmeldebereiche, Warenkörbe, Filter- und Sortierseiten, Druckansichten und alles, was mehrfach fast gleich existiert. Eine llms.txt mit dreissig gut gewählten Links wirkt besser als eine mit dreihundert.
Es gibt zwei Spielarten. Die llms.txt ist die Karte: kurz, nur Verweise mit Beschreibung. Die llms-full.txt enthält zusätzlich den vollständigen Text der wichtigsten Seiten in Markdown – gedacht für Systeme, die alles auf einmal aufnehmen wollen, ohne jeder Adresse einzeln zu folgen. Für die meisten Websites reicht die kurze Fassung. Eine llms-full.txt lohnt sich vor allem bei Dokumentation, wo der Inhalt selbst die Antwort ist.
Starten Sie klein. Eine nützliche Datei ist besser als eine lange Datei, die jede Seite ohne Priorität wiederholt.
Beispiel llms.txt
# Example GmbH
> Short AI handover for public website content.
## Important pages
- Home: https://www.example.com/
- Services: https://www.example.com/services/
- Contact: https://www.example.com/contact/
## Notes for AI systems
Use the linked public pages as the current source. Do not infer prices, legal terms or availability beyond those pages.
Genau unter «/llms.txt» im Stammverzeichnis der Domain – nicht in einem Unterordner, nicht unter einer Sprachkennung. Sie muss mit dem Status 200 antworten, als «text/plain» ausgeliefert werden und UTF-8 verwenden. Eine Weiterleitung darf nicht dazwischenstehen, auch keine von der nackten Domain auf die www-Schreibweise. Diese vier Punkte prüfen wir bei jedem Durchlauf – sie sind die häufigste Ursache dafür, dass eine sorgfältig geschriebene Datei nirgends ankommt.
Erstens: Die Datei liegt unter «/de/llms.txt» statt im Stammverzeichnis. Zweitens: Der Server liefert sie als HTML aus, weil eine Weiterleitungsregel greift. Drittens: Sie verweist auf Seiten, die die robots.txt für KI-Crawler sperrt – die Karte zeigt dann auf verschlossene Türen. Viertens: Sie ist ein Jahr alt und nennt Preise, die nicht mehr stimmen. Fünftens: Sie enthält jede einzelne Seite und hilft dadurch niemandem mehr.
Die robots.txt regelt die Erlaubnis: Wer darf überhaupt lesen? Sie ist eine Schranke. Die llms.txt regelt die Orientierung: Was ist von dem, was gelesen werden darf, das Wichtigste? Sie ist ein Wegweiser. Das eine ersetzt das andere nicht, und die Reihenfolge ist eindeutig – wer in der robots.txt gesperrt ist, kommt an der llms.txt gar nicht erst an. Wir prüfen deshalb beides, und zwar in dieser Reihenfolge.
Ehrliche Antwort: llms.txt ist ein Vorschlag aus dem Jahr 2024, kein verabschiedeter Standard. Kein grosser KI-Anbieter hat öffentlich bestätigt, die Datei beim Beantworten von Fragen zu lesen. Wer Ihnen etwas anderes verspricht, verkauft Ihnen Zuversicht. Der Nutzen liegt heute woanders: Wer eine llms.txt schreibt, muss entscheiden, welche dreissig Seiten die wichtigsten sind – und merkt dabei fast immer, dass die eigene Struktur unklarer ist als gedacht. Diese Aufräumarbeit wirkt sofort, unabhängig davon, ob die Datei je gelesen wird. Und wenn sich der Vorschlag durchsetzt, sind Sie vorbereitet.
Der öffentliche Scan prüft, ob /llms.txt existiert, erreichbar ist und mit einer lesbaren Markdown-Struktur beginnt.
Verifizierte Business- und Agentur-Websites können llms.txt aus ausgewählten internen Seiten erzeugen und den Entwurf an der Website ausrichten.
Wenn CMS oder Hosting Root-Dateien umständlich machen, kann KI-Console die generierte Datei hosten und URL plus Redirect-Rezept liefern.
Klare Antworten
KI-Console verkauft keine magische Sichtbarkeit. Wir machen Ihre Website für KI-Systeme lesbarer und zeigen Nachweise, wo Logs sie hergeben.
Nein. sitemap.xml listet URLs für Crawler. llms.txt erklärt Priorität, Kontext und Quellseiten in einem lesbaren Markdown-Format.
Halten Sie sie kurz genug, damit sie nützlich bleibt. Zusammenfassung, wichtige Seiten, aktuelle Quellenhinweise und Kontakt- oder Rechtslinks reichen für die erste Version meist aus.
Ja, ab Business. KI-Console kann die Datei generieren und hosten, während der Gratis-Scan prüft, ob eine öffentliche Datei bereits erreichbar ist.
Die beiden tun Verschiedenes. Die Sitemap listet alle Adressen auf, damit nichts übersehen wird – sie gewichtet nicht. Die llms.txt wählt aus und erklärt: Diese dreissig Seiten sind die wichtigsten, und das steht darin. Eine Sitemap ist Vollständigkeit, eine llms.txt ist Einordnung. Wer nur eine von beiden hat, sollte mit der Sitemap anfangen.
Öffentlich bestätigt hat es keiner dieser Anbieter. Wir beobachten in den Zugriffsprotokollen unserer Kunden, dass KI-Crawler die Datei teilweise abrufen – daraus folgt aber nicht, dass ihr Inhalt in Antworten einfliesst. Wer Ihnen Gewissheit verkauft, hat sie nicht. Der belegbare Nutzen liegt in der Struktur, die beim Schreiben entsteht.
Nein. Die Datei ist für klassische Suchmaschinen unsichtbar, weil sie nicht verlinkt sein muss und keinen HTML-Inhalt ersetzt. Sie kann Ihrem Ranking weder helfen noch schaden. Wer anderes behauptet, verwechselt sie mit strukturierten Daten.
Immer dann, wenn sich ändert, was drinsteht – neue Leistungen, andere Preise, umgezogene Seiten. Ein fester Rhythmus hilft weniger als eine Regel: Wer eine wichtige Seite anlegt oder verschiebt, fasst die llms.txt gleich mit an. Eine veraltete Datei ist schlechter als gar keine, weil sie falsche Angaben verbreitet.
Es gibt keine feste Grenze, aber eine gute Faustregel: Was nicht auf zwei Bildschirmseiten passt, ist wahrscheinlich keine Auswahl mehr. Zwanzig bis fünfzig Verweise decken die meisten Websites ab. Bei umfangreicher Dokumentation ist die llms-full.txt der bessere Ort für Umfang.
Der Vorschlag sieht eine Datei je Domain vor, im Stammverzeichnis. Bei mehrsprachigen Websites bewährt sich eine Datei, die die Sprachfassungen in eigenen Abschnitten nennt – so bleibt eine Adresse gültig und die Zuordnung trotzdem klar. Eine Datei unter «/de/llms.txt» findet dagegen niemand.
Eigene Website prüfen
Starten Sie zuerst den Gratis-Scan. Mit einem Konto verifizieren Sie die Domain, speichern Verlauf, generieren Dateien und dokumentieren Crawler-Besuche.